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Ein erheblicher Anstieg der Energiepreise hat in den vergangenen Monaten zu einer deutlich gestiegenen finanziellen Belastung für Verbraucherinnen und Verbraucher geführt. Dies löst die berechtigte Frage aus, ob die Preissteigerungen auf weitgehend unvermeidbare fundamentale Einflüsse zurückzuführen sind oder ob es Hinweise auf Wettbewerbsprobleme oder andere Regulierungsprobleme – etwa zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher – gibt. Die Monopolkommission hält hierzu eine differenzierte Betrachtung der einzelnen Marktstufen des Strom- und Gassektors und der hier vorliegenden Einflüsse für erforderlich. Im Bereich der Discounter und Grundversorgungsangebote für Haushaltskundinnen und -kunden sind zudem Regulierungs- und Verbraucherschutzfragen in den Blick zu nehmen.

Auf einen Blick

  • Zur Analyse des Energiepreisanstiegs im Winter 2021/22 bedarf es einer differenzierten Betrachtung der Preisbestandteile. Danach zeigt sich: Der Preis wird durch Steuern und Umlagen dominiert, sein Anstieg wird aber durch das Marktumfeld im Großhandel getrieben.
  • Demgegenüber steht in der politischen Diskussion die Vertriebsebene im Fokus. Die diskutierten Regulierungsvorschläge, wie Versicherungsmodelle oder Beschaffungsvorgaben, dürften jedoch steigende Preise mit sich bringen.
  • Ein höherer Kundenschutz sollte vorrangig durch verbesserte Transparenzvorschriften für Risiken erreicht werden. Hier wären bspw. Vorgaben zur Hervorhebung von kurzen Kündigungsfristen für den Versorger denkbar. 

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