Die Beobachtung wirtschaftlicher Konzentration gehört seit der Gründung der Monopolkommission im Jahr 1974 zu unserem Kernauftrag - entstanden aus der Überzeugung, dass Wettbewerb nicht nur rechtlich geschützt, sondern auch wissenschaftlich begleitet und öffentlich eingeordnet werden muss. Seither analysieren wir alle zwei Jahre im Hauptgutachten, wie sich die Unternehmenskonzentration in Deutschland entwickelt, und beraten auf dieser Grundlage Politik, Behörden und die Öffentlichkeit. Dabei unterscheiden wir zwischen diesen zwei Ansätzen:
Die 100 Größten
Seit 1974 erstellt die Monopolkommission regelmäßig ein Ranking der 100 größten Unternehmen in Deutschland – als Indikator für die Konzentration wirtschaftlicher und politischer Macht. Maßgebliche Kenngröße ist seit 1978 die inländische Nettowertschöpfung. Der zugehörige Datensatz umfasst wesentliche Leistungsgrößen wie Wertschöpfung, Geschäftsvolumina und Beschäftigtenzahlen über fünf Jahrzehnte hinweg. Darüber hinaus werden Informationen zu Anteilseignern sowie Mitgliedern in Geschäftsführungs- und Kontrollgremien erfasst, sodass unter anderem personelle Verflechtungen deutscher Großunternehmen untereinander nachvollziehbar werden. Die Daten stehen Forschung und Öffentlichkeit zur Verfügung.
Unternehmenskonzentration
Ergänzend zum Ranking der 100 Größten berechnet die Monopolkommission im Rahmen ihrer Konzentrationsberichterstattung verschiedene Wettbewerbs- und Produktivitätsmaße – darunter Preisaufschläge und Arbeitsproduktivität. Grundlage sind Unternehmensdaten, die auf Firmenebene vorliegen und zu aggregierten Entwicklungen im verarbeitenden Gewerbe sowie zu Industriegruppen zusammengefasst werden. Diese Analysen ermöglichen es, strukturelle Veränderungen in der deutschen Unternehmenslandschaft systematisch einzuordnen.
Methodik und Ergebnisse
Alle Ergebnisse der Konzentrationsberichterstattung finden Sie im aktuellen Hauptgutachten der Monopolkommission. Eine detaillierte Beschreibung der Daten und des methodischen Vorgehens finden Sie in Kapitel 1.
Zur aktuellen Konzentrationsberichterstattung