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Sektorgutachten Telekommunikation 2011

Die Monopolkommission stellt in ihrem Sondergutachten mit dem Titel „Telekommunikation 2011: Investitionsanreize stärken, Wettbewerb sichern“ fest, dass die Wettbewerbsintensität auf den Endkundenmärkten der Festnetztelefonie in den vergangenen zwei Jahren weiter zugenommen hat. Das gilt für die Verbindungsmärkte und insbesondere auch für den Markt für Teilnehmeranschlüsse. Anders als noch vor zwei Jahren ist die Monopolkommission nun davon überzeugt, dass der Wettbewerb auch auf dem Markt für Teilnehmeranschlüsse nachhaltig wettbewerbsorientiert ist. Die Regulierung dieses Marktes kann aufgegeben werden. Sollte das etablierte Unternehmen versuchen, seine Marktposition mit missbräuchlichen Verhaltensweisen, wie Preis-Kosten-Scheren oder dem Setzen von Verdrängungspreisen, zu verteidigen, kann dem auch angemessen mit den Mitteln des Kartellrechts begegnet werden.

Der dringend erforderliche Ausbau fester und mobiler Breitbandnetze muss in Deutschland weiterhin im Wettbewerb erfolgen und durch die Märkte getrieben werden. Die Regulierung der Telekommunikationsmärkte soll den Wettbewerb sichern. Sie muss allerdings mit Augenmaß betrieben werden, um die Investitionskräfte der Akteure nicht zu lähmen.

Justus Haucap, Vorsitzender der Monopolkommission

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