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In tiefer Trauer nehmen wir Abschied vom ehemaligen Vorsitzenden der Monopolkommission, Professor Ernst-Joachim Mestmäcker, der am 21. April im Alter von 97 Jahren verstorben ist.

Ernst-Joachim Mestmäcker war von Januar 1974 bis Dezember 1978 Mitglied und der erste Vorsitzende der zu Beginn seiner Amtszeit gegründeten Monopolkommission. Als Schüler von Franz Böhm setzte sich Ernst-Joachim Mestmäcker stets für Wettbewerb und ordoliberale Ideen ein. Sein unermüdlicher Einsatz für Wettbewerb und Fairness in der Wirtschaft hat das deutsche und europäische Kartellrecht maßgeblich geprägt. Unter seiner Leitung hat sich die Monopolkommission ein hohes Ansehen erworben und wichtige Grundlagen für die kartellrechtliche Praxis geschaffen.

Die Ideen und Prinzipien, die Ernst-Joachim Mestmäcker während seiner Amtszeit in die Monopolkommission eingebracht hat, prägen die Kommission bis heute. Sein scharfer Verstand, seine analytische Brillanz und sein unerschütterliches Eintreten für die Prinzipien des Wettbewerbs machen ihn auch heute noch zu einem wichtigen Vorbild für viele Kartellrechtlerinnen und Kartellrechtler. Bis ins hohe Alter gab er seine Erfahrungen engagiert weiter. Ernst-Joachim Mestmäcker wird uns allen sehr fehlen, aber seine Arbeit und sein Einfluss werden die Entwicklung des Kartellrechts weiter prägen und auch künftige Generationen von wettbewerbsrechtlichen Denkerinnen und Denkern inspirieren.

Ernst-Joachim Mestmäcker hinterlässt nicht nur in der Monopolkommission, sondern in der gesamten kartellrechtlichen Gemeinschaft eine große Lücke. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie. Wir trauern mit ihr um einen außergewöhnlichen Menschen und Wissenschaftler.

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